Badeenten in der Forschung

Ein Unglück mit Badeenten wurden zum Glücksfall für die Meeresforschung. 1992 kippte ein See-Container mit rund 30.000 Badeenten von einem Container-Schiff. Das Schiff befand sich auf den Weg von China in die Vereinigten Staaten und kam in einen Sturm.
Der Container ging nicht unter, sondern öffnete sich und ließ seine Ladung - die Badeenten - in die Freiheit.
Wissenschaftler machten sich dieses Unglück zu Nutzen und beobachteten die Reise der Badeenten, getrieben durch die Meeresströmung. Begonnen hatte diese im Pazifik vor den Aleuten. Die Badeenten wurden von dort an die Küste von Alaska getrieben und gelangten drei Jahre nach dem Start in die Beringsee.
Jahrelang waren die Badeenten dann im Eis der Arktis gefangen. Aber im Jahr 2000 wurden sie dann erstmalig im Atlantik vor Island gesichtet. Kurz darauf schwammen einige Exemplare vor Neufundland - just an der Stelle an der die Titanic einen Eisberg rammte.
Aktuell haben die Badeenten die Küste von Großbritannien erreicht. Andere wurden an die Ostküste der USA angeschwemmt. Einige wenige Exemplare schafften es bis nach Hawai und sogar in Japan sollen die Badeenten an Strände angespült worden sein.
Insgesamt gaben die Badeenten den Wissenschaftlern wertvolle Erkenntnisse über die Strömungsverhältnisse der Weltmeere. Wäre das Unglück nicht passiert, so hätte man so ein Experiment wohl willentlich in Gang setzen müssen.

